100 Jahre Zesar: Rückblick auf den Tag der Lernräume
Am Mittwoch, 16. September 2026, brachte Zesar in Tavannes Schulleitungen, Lehrpersonen, Fachleute für Raumgestaltung und Akteure aus dem Bildungsbereich zusammen. Im Mittelpunkt stand eine Frage, die uns begleitet, seit wir Schulmöbel herstellen: In welchen Räumen lernt man am besten?
Denn das Klassenzimmer verändert sich. Gruppenarbeit, selbstständiges Lernen, Digitalisierung, die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler: Die klassische Anordnung von Pulten vor der Wandtafel reicht heute nicht immer aus. Möbel sind längst nicht mehr nur Teil der Einrichtung: Sie ermöglichen oder erschweren bestimmte Formen des Lehrens und Lernens.
Unterschiedliche Perspektiven auf die Bildungswelt
Ewan McIntosh teilte seine Sicht auf Innovation und die Veränderungen, welche die Lernumgebungen prägen. Die Gründerinnen von Play(!)ces brachten diese Überlegungen in die Praxis und zeigten, wie die Gestaltung von Schulräumen und die Wahl der Möbel neue Formen des Lernens und Lehrens unterstützen können, anstatt sie einzuschränken.
Vincent Veillon und Vincent Kucholl nahmen unser 100-jähriges Unternehmen mit feinem Humor aufs Korn. Moët Liechti brachte den Alltag im Lehrerberuf mit viel Feingefühl und Witz auf den Punkt.
100 Jahre Schweizer Know-how entdecken
Bei den Rundgängen erhielten unsere Gäste Einblicke in die Produktion, von der Stahlverarbeitung bis zur Montage. Dabei lernten sie die Menschen kennen, die täglich Möbel für zahlreiche Klassenzimmer herstellen. Zu sehen, wie ein Tisch oder ein Stuhl entsteht, macht greifbar, was Robustheit, Verstellbarkeit und Langlebigkeit konkret bedeuten. Dahinter stehen technische Entscheidungen, die darauf abzielen, dass die Möbel jahrelanger intensiver Nutzung im Schulalltag standhalten.
Unsere Verankerung in Tavannes bedeutet für uns, weiterhin in der Schweiz Lösungen zu entwickeln und herzustellen, die auf neue Formen des Lernens und Arbeitens abgestimmt sind.
Ein Kunstwerk mit Blick in die Zukunft
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des französisch-schweizerischen Künstlers Saype. Er stellte das monumentale Kunstwerk «Bâtir ses Rêves» vor, das er anlässlich unseres 100-jährigen Jubiläums auf dem Gipfel des Chasserals geschaffen hatte. Auf einer Fläche von fast 3’150 m² ist ein Kind zu sehen, das an seiner Werkbank eine Rakete baut.
Das Bild bringt auf den Punkt, was Schule, Werkstatt und Zukunft miteinander verbindet: Wir lernen, indem wir etwas tun. Wir geben Wissen und Können weiter. Das Schweizer Bildungssystem ermöglicht dank seiner Durchlässigkeit jedem Menschen, seine Fähigkeiten zu entwickeln und seinen eigenen Weg zu gestalten, unabhängig davon, wo dieser beginnt. Das mit biologisch abbaubaren Pigmenten geschaffene Kunstwerk wird mit der Zeit verschwinden. Seine Botschaft bleibt.
Ein Tag voller Begegnungen und Austausch
Bei einem gemeinsamen Essen mit Spezialitäten aus dem Grand Chasseral setzten die Gäste und die Teams von Zesar den Austausch fort. Oft entstehen gerade in solchen Gesprächen Ideen für die Raumgestaltung von morgen.
Vielen Dank an unsere Referentinnen und Referenten, Partner, Mitarbeitenden und alle Anwesenden. Auch nach 100 Jahren bleibt unser Anspruch derselbe: Umgebungen zu schaffen, in denen man gerne lernt, arbeitet und sein Wissen und Können weitergibt.