100 Jahre Zesar: Rückblick auf das Mikrotechnik-Frühstück
Am Donnerstagmorgen, 17. September 2026, begrüsste Zesar in Tavannes Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Industrie und Mikrotechnik zu einem Mikrotechnik-Frühstück, das in Zusammenarbeit mit der Chambre d’économie publique Grand Chasseral (CEP) organisiert wurde.
Der Vormittag verband 100 Jahre Industriegeschichte mit den heutigen Herausforderungen eines Wirtschaftsraums, der sich immer wieder neu erfunden hat.
Die Vergangenheit verstehen und die Zukunft gestalten
Pierre-Yves Donzé, Professor an den Universitäten Osaka und Freiburg und Spezialist für die Geschichte der Uhrenindustrie, zeichnete die wichtigsten Etappen der Entwicklung von Zesar seit 1926 nach.
Bevor Zesar ergonomische Möbel herstellte, fertigte das Unternehmen Teile und Stahlrahmen für Velos. Aus diesen Anfängen hat sich das Unternehmen das Wesentliche bewahrt: sein Know-how in der Metallverarbeitung und die Fähigkeit, seine Produkte entsprechend den Bedürfnissen der jeweiligen Zeit weiterzuentwickeln. Diese Entwicklung ähnelt jener des Jurabogens, wo es immer wieder gelungen ist, bestehendes Know-how für neue Märkte einzusetzen.
Ewan McIntosh, Experte für Innovation, Bildung und Transformation, richtete den Blick anschliessend in die Zukunft und erläuterte seine Sicht darauf, wie sich Unternehmen kontinuierlich weiterentwickeln können. Die beiden Perspektiven ergänzten sich: Die Geschichte zeigt, dass Anpassung möglich ist. Der Blick auf Innovation verdeutlicht, wie wichtig es ist, Veränderungen vorzubereiten.
100 Jahre industrielles Know-how entdecken
Bei einem Rundgang durch unsere Produktion, von der Stahlverarbeitung bis zur Montage, erfuhren die Teilnehmenden, wie Zesar in der Schweiz Arbeitstische entwickelt und herstellt, die insbesondere für die Industrie und die Uhrenbranche bestimmt sind.
Unsere Industrie- und Uhrmacherarbeitstische basieren auf einer einfachen Erkenntnis: Ein schlecht angepasster Arbeitsplatz wirkt sich auf Präzision, Qualität und Gesundheit aus. Abmessungen, Ausstattung, Zubehör, Einstellungen oder Konfiguration: Jeder Arbeitstisch kann entsprechend den Anforderungen der Tätigkeit, des Produktionsprozesses und der Person, die ihn nutzt, individuell angefertigt werden.
Bei Tätigkeiten, die Präzision im Mikrometerbereich und über viele Stunden höchste Konzentration erfordern, ist Ergonomie mehr als eine Frage des Komforts. Sie ist eine Voraussetzung für Leistungsfähigkeit.
Industrie und Innovation im Austausch
Bei Kaffee und Croissants konnten sich Fachleute aus der Industrie des Grand Chasseral über die Entwicklungen in der Industrie und über Herausforderungen austauschen, die in der Region bestens bekannt sind: Nachwuchs auszubilden und mit einer Produktion in der Schweiz wettbewerbsfähig zu bleiben.
Unsere Werkstätten zu öffnen, bedeutet auch, daran zu erinnern, dass sich diese Herausforderungen gemeinsam besser bewältigen lassen. Vielen Dank an die CEP, unsere Referenten und alle Anwesenden für diesen Vormittag in Tavannes.